Vom Zauber handgesponnener Wolle

Geschrieben von MartinasLoveForWool
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Bevor ich selbst mit dem Spinnen begann, hatte ich bei "handgesponnener Wolle" immer ungleichmäßige, rauhe sowie kratzige Wolle in Braun- und Beigetönen vor Augen, aus der unbequeme Pullovers gestrickt wurden, die sowieso keiner tragen wollte. Das war früher so.

Bis zur heutigen Zeit hat sich jedoch einiges verändert.

So gibt es heute wunderbar weiche und kuschlige Spinnfasern in allen möglichen Kombinationen (reine Wolle, Mischungen mit Pflanzenfasern, Edelfasern etc.) zu kaufen. Sie sind industriell gereinigt und gekämmt, so dass sich hieraus wunderschöne und gleichmäßige Garne spinnen lassen. Naturfarben sind sie schon sehr hübsch anzusehen. Aber färbt man diese Spinnfasern vor dem Verspinnen noch ein, so entfaltet sich der wahre Zauber handgesponnener Wolle erst recht.

Industriewolle ist kein Vergleich zu handgesponnener Wolle !!!

Es fasziniert mich immer wieder, wie sich die Farben in dem fertigen Garn harmonisch zusammenfügen. Eine derartige Farbverteilung habe ich so noch nie bei einer industriell gefertigten Wolle gesehen. Handgesponnene Wolle hat eben Charakter und jeder Strang ist ein Unikat.

Ja, und das ist der Grund, warum ich vor einigen Jahren selbst mit dem Spinnen anfing und meine Spinnfasern zum größten Teil auch selbst einfärbe.




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Kommentare  

 
MaschenKreativ
#1 MaschenKreativ 2017-11-18 17:45
Sehr schöner Beitrag! Nett der Vergleich von "damals" zu "heute"
Da ich selber spinne weiß ich, dass das Industiegarn der hangesponnenen Wolle nicht trumpfen kann.
Martina, Du bringst es so richtig auf den Punkt :-)